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RÄUMEN

Alltag wegräumen, Platz machen, einräumen

Künstlerische Interventionen brauchen Raum. Der Alltagsraum bleibt, doch die Teilnehmer_innen, lernen, einmal anders hinzusehen, dürfen Grenzen überschreiten, indem sie alles auf den Kopf stellen, den gewohnten Raum auflösen und sich so einem neuen Handlungsspielraum annähern können.Einen Rundgang durch den gewohnten Raum, begleitet von bunten Kleidern – Einstiegsthema diverser Gruppenarbeiten ist das Sich-in-Beziehung-setzen zu den eigenen Räumlichkeiten.Raum ist dabei kein abstraktes Phänomen, subjektive Raumerfahrungen gehen vom eigenen Körper aus. Ich arbeite mit Resonanzphänomenen und versuchen so, neue Lösungen im Raumerleben zuzulassen. Was sind unsere Freiräume, wo können wir uns drüberlegen, hineinquetschen, aufeinanderstapeln oder danebenlegen? Durch das gemeinsame Erleben entsteht auch in den Gruppe etwas Neues, denn die Gruppendynamik reagiert in Wechselwirkung mit den Tischen, die wir im Raum auf den Kopf stellen. Sich umsehen, in Aktion gehen, eine temporäre Intervention in architektonischen Räumen. Der eigene Körper wird von den Teilnehmer_innen an individuell ausgewählte Stellen positioniert, sodass die Bewegungsgewohnheiten des Einzelnen aufgelöst werden. Willi Dörner, einer der bekanntesten zeitgenössischen Choreographen, inszeniert schon lange Tänzer im urbanen Raum, um den Bewohnern der bespielten Viertel aufzuzeigen, dass es Lücken in ihrem gewohnten Wahrnehmungsfeld gibt. Im kunsttherapeutischen/pädagogischen Prozessen liegt das Interesse vor allem auf der partizipativen Seite. Warum wählen ich diesen einen bestimmten Ort für meine Inszenierung aus? Welche Positionen traue ich meinem eigenen Körper zu und wie viel Nähe kann jeder einzelne in diesem Gruppengeschehen ertragen?

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