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IMRPESSUM
about contact frame live interactive konzept

Die gesellschaftliche Empfindung von Schamgefühl verändert sich stetig, unter welchem Blick man was, wann verstecken oder zeigen kann/darf wird von vielseitigen kulturellen und soziologischen Phänomenen bestimmt. In der Arbeit interessiere ich mich dafür, Symptome von Scham zu provozieren. Wie kann ich deine Scham herausfordern? Durch meine performative Inszenierungen als rülpsenden, furzenden, kotzenden „Schönheitsgöttin“ soll der Betrachter an seine eigenen Grenzen geführt werden. Meine Körpergeräusche werden öffentlich.Warum schäme ich mich nicht? Langsam schreite ich zu dir und führe sie dir ans Ohr. Es fühlt sich nicht nach meinen an. Ich klinge anders. Die Scham macht sich bei allen anders bemerkbar, jeder hat sein ganz eigenes Wertesystem indem Tabus verortet sind und erst durch die Konfrontation mit der Überschreitung spürbar werden. Ich schau dir in die Augen, sehe wie sich deine Gesicht verändert, von Rührung bis Kränkung vom Wohlgefallen zur Zumutung. Wenn eine Annahme sich nicht bestätigt entsteht Scham.
Das Abweichen von Norm, erzeugt Neugier. Von angenehm zu angewidert. Ich will ein unangenehmes Gefühl erzeugen. Spannend ist, dass sich die Scham selbst nur - im Blicken und Erblickt-werden konstituiert, sie braucht deshalb den Rezipienten. Um die vielseitigen Strukturen von Beschämung zu analysieren benötigt man eine provokante künstlerische Strategie. Meine Performance bietet dieses Gegenüber, einen Rahmen indem eine Begegnung mit der Scham stattfinden kann.

rosa me – schäm dich!

KunstvereinGRAZ
Regensburg, (DE) 2015
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